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Das Grundbuch ist ein Verzeichnis, in dem Grundstücke und die daran bestehenden Rechte, wie Eigentum, Pfandrechte oder Baurechte eingetragen werden. Es wird von den jeweiligen Bezirksgerichten, nach bestimmten Grundsätzen, geführt. Eines der zentralen Prinzipien ist das Publizitätsprinzip. Demnach ist das Grundbuch öffentlich von jedermann einsehbar. Gemäß des Vertrauensgrundsatzes kann auf die Vollständigkeit und Richtigkeit der Eintragungen vertraut werden. Um Eigentum an einer Sache zu erlangen, braucht es neben einem gültigen Vertrag (sog. Titel), die Übergabe der Sache (sog. Modus). Bei unbeweglichen Sachen, wie einem Grundstück, einem Haus oder einer Eigentumswohnung, ist die körperliche Übergabe nicht möglich. An deren Stelle tritt bei Immobilien, wie Vorsorgewohnungen, die Eintragung im Grundbuch (Intabulationsprinzip). Nach dem Prioritätsprinzip richtet sich die Randordnung der Eintragung nach dem Zeitpunkt des Einlangens beim Grundbuchgericht.

Als Eintragungsarten ist zwischen Einverleibung, Vormerkung, Anmerkung und Ersichtlichmachung zu unterscheiden. Unter dem Begriff der Einverleibung fallen Rechtserwerbe bzw. Löschungen bürgerlicher Rechte, wie Eigentum. In diesem Fall liegen bereits alle Vorrausetzungen, die zur Eintragung notwendig sind, vor. Im Gegensatz dazu liegen bei der Vormerkung noch nicht alle Voraussetzungen für die Einverleibung vor. Anmerkungen zeigen persönliche Verhältnisse, die an bestimmte Rechtsverhältnisse anknüpfen bzw. diese zur Folge haben , beispielsweise Sachwalterschaften oder Konkursanmeldungen. Die Ersichtlichmachung dient als Überbegriff für verschiedene Tatbestände, wie Denkmalschutz, Enteignungen oder Naturschutzgebiete.

Das Grundbuch besteht aus dem Hauptbuch und der Urkundensammlung. An die einzelnen Liegenschaften wird eine Einlagezahl vergeben, zu diesen gibt es wiederum eigene Grundbuchseinlage. Eine Grundbuchseinlage besteht aus dem A-Blatt, B-Blatt und C-Blatt. Im A-Blatt werden die Grunddaten des Grundstückes, wie die Adresse, Flächenwidmung und Größe, aber auch Wegerechte und öffentlich-rechtliche Beschränkungen aufgelistet. Das B-Blatt dient zur Aufzeichnung der Eigentümer und deren Anteile an der Liegenschaft. Sämtliche mit dem Grundstück verbundene Belastungen, beispielsweise Pfandrechte, Veräußerungsverbote und Dienstbarkeiten, werden im C-Blatt angeführt. Die Urkundensammlung dient der Sammlung und Aufbewahrung von Schriftstücken, die zu Änderungen im Grundbuch geführt haben, wie Kaufverträge und Darlehensverträge.

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Als Investmentform hebt Vorsorgewohnungen von anderen Anlageformen, wie Aktien oder Sparbüchern, ihre einzigartige grundbücherliche Sicherheit ab. Da das Eigentum im Grundbuch festgeschrieben ist und die Eintragungsvoraussetzungen formalen Auflagen unterliegen, trägt dies zu einer hohen Rechtssicherheit bei.