Herstellungsaufwand

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Bei Herstellungsaufwand handelt es sich um Aufwand, der für ein bestehendes Gebäude/ eine bestehende Wohnung getätigt wird und über den laufenden Erhaltungsaufwand hinausgeht. Her-stellungsaufwand liegt vor, wenn Aufwendungen baulichen Maßnahmen dienen, durch welche die Wesensart des Gebäudes bzw. der Wohnung geändert wird. (Bspw. Vornahme eines Anbaus, ein Umbau größeren Ausmaßes, eine Gebäudeaufstockung etc.) Herstellungsaufwand ist grundsätzlich auf die (Rest-) Nutzungsdauer des Gebäudes bzw. der Wohnung im Wege der AfA abzusetzen. Herstellungskosten, die für denkmalgeschützte Gebäude bzw. Wohnungen in denkmalgeschützten Gebäuden im Interesse der Denkmalpflege aufgewendet werden, können gleichmäßig auf 15 Jahre verteilt abgeschrieben werden. Gleiches gilt für Investi-tionen nach §§ 3-5 MRG (falls die Mietzinsbildung dem MRG unterliegt) und für Aufwendungen, sofern eine Förderzusage erteilt wurde. Für die beschleunigte Abschreibung auf 15 Jahre sind bes-timmte Formvorschriften zu erfüllen. Diese Investitionen bewirken bei sogenannten Altfällen im Sinne der Immo-ESt eine Nachversteuerung im Falle des Verkaufs.

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